Reiseplanung
Kommentare 1

Bessere Bilder I: die Fotoausrüstung Meine Ausrüstung vorgestellt.

Die ideale Fotoausrüstung ist etwas ziemlich Persönliches. Je nach Einsatzgebieten und eignen Vorlieben, unterscheidet sich auch die verwendete Kamera und die Objektive von Fotograf zu Fotograf. Für alle, die sich nicht sicher sind, für welche Kamera und welche Objektiv(e) sie sich entscheiden sollen, stelle ich meine (neue) Ausrüstung vor und gebe dabei Tipps auch für diejenigen von Euch, die kein großes Budget für tolle Bilder ausgeben können oder wollen.

Inhalt:

  1. Einleitung: meine Anforderungen an Kamera und Objektiv
  2. Meine Kamera(s)
  3. Die Objektive
  4. Fazit

1. Einleitung

Ich bin kein Fotograf, habe wenig Ahnung vom Fotografieren, fotografiere aber trotzdem alles und liebe tolle Resultate im Automodus. Das führt zu besonderen Anforderungen, die ich an meine Fotoausrüstung, speziell an die Objektive, stelle. Beim Objektiv sind das:

  • Zoom so groß wie möglich,
  • Weitwinkelbereich inklusive (eine Brennweite von Weitwinkel bis Tele also),
  • Gewicht und Packmaß so gering wie möglich,
  • Bildqualität so gut wie möglich (bei völlig verschiedenen Umgebungen)

Einen gesonderten Artikel zur Wahl der geeigneten Reise-Kamera, d.h. Kompakt-, System- oder Spiegelreflexkamera findest Du übrigens hier.

Ich bin also der ideale Kandidat für ein Superzoomobjektiv (auch All-in-One-, Univeralobjektiv oder einfach „Reiseobjektiv“ genannt)! Zuletzt im Februar 2014, vor unserer Südafrikareise, habe ich mich wieder mit diesem Thema beschäftigt und die Blogs gwegner.de und kenrockwell.com ‚rauf und ‚runter gelesen um herauszufinden, mit welcher Ausrüstung wir unsere Bildergebnisse noch verbessern können. Die bisherige Ausrüstung war schließlich bereits in die Jahre gekommen. Um es direkt vorweg zu nehmen: ich habe mich am Ende dazu entschieden, fortan immer zwei Objektive dabei zu haben – was sich auch bewährt hat! Die Details im Einzelnen:

2. Fotoausrüstung: Kamera(s)

Nikon D50 / D5200

Unsere erste Weltreise habe ich noch mit meiner bis dato 7 Jahre alten Nikon D50 bestritten. Viele Menschen schätzen diese Kamera noch immer sehr, da sie ohne viel Schnickschnack einfach tolle Ergebnisse erzielt – wenn auch mit nur 6 Millionen Pixeln Auflösung. Für Reisende mit sehr kleinem Budget könnte sich eine gebrauchte D50 noch immer lohnen, da sie mit fast allen Objektiven funktioniert und für unter 150 Euro bei Amazon, eBay und co. gebraucht zu haben ist. Der Motor für den Autofokus befindet sich bei der D50 noch im Body, deshalb kann sie sowohl mit motorlosen, als auch neueren Objektiven (F-Bajonette) verwendet werden. Dieses Jahr sollte es aber trotzdem eine Kamera mit größerer Auflösung sein, da wir unsere Wände gerne mit großformatigen Prints bestücken wollten. Nach intensiven Vergleichen konkurrierte die Nikon D700 (bzw. D710) mit der D5200 (bzw. D5300). Letztere hat am Ende wegen ihrer hervorragenden Hardware und dem geringen Gewicht und Packmaß die Nase vorn gehabt. Die D700 ist wesentlich größer und teurer, erzielt aber minimal bessere Bildergebnisse und ermöglicht durch mehr Knöpfe einfacheres Einstellen. Für die „Meist-Auto-Modus-Knipser“, wie ich einer bin, ist das aber nicht so wichtig. Die D700 ist übrigens das Vorgängermodell der D710, welche sich – meiner Meinung nach – nur in Unwichtigem voneinander unterscheiden. Genauso ist es mit der D5300 und der D5200. Erstere verfügt über ein GPS- und ein Wifi-Modul, welche wir aber nicht brauchen. Die neuen Modelle sind auch um Einiges teurer, weshalb die D5200 gegenüber der D5300 das Rennen gemacht hat.

Mit dem 35mm-Objektiv wirkt die D5200 wie eine Reportagekamera und kann auch einen ganzen Tag um das Handgelenk getragen werden. Das wäre mit der D700 nicht ganz so angenehm.

3. Fotorausrüstung: Objektive

Objektiv 1: Nikon AF-S DX Nikkor 35mm 1.8fs Festbrennweite

Einfach ein Hammer-Objektiv! Für unter 200 Euro erhält man ein für Reportagen, z.B. Stadt- und Leutefotografien, ideales kleines Ding. Die Tiefenunschärfe, die Qualität bei schlechten Lichtverhältnissen und die multifunktionale Verwendbarkeit macht es zum Must-Have. Auf den letzten Reisen hat es sich besonders für Portraits und Essen und Trinken bewährt. Sieh‘ am besten selbst:

Nikon 35mm Festbrennweite Bild-Beispiel

Nikon D5200 mit Nikon 35mm Festbrennweite (nicht korrekt fokussiert, Bild unbearbeitet)

 

Nikon D5200 mit Nikon 35mm Festbrennweite

Nikon D5200 mit Nikon 35mm Festbrennweite (Bild unbearbeitet)

Objektiv 2: Tamron 18-270mm 3.5-5.4fs Zoom-Objektiv

Dieses Objektiv hat für mich längere Zeit mit dem hervorragenden Nikon 55-300mm konkurriert und dieses wegen der praktischeren Brennweite (vom Weitwinkel-Bereich um 18mm bis zum Tele um 270mm) am Ende doch geschlagen. Ein „echtes“ Weitwinkel liegt gut und gerne bei 1000 Euro, was wir bisher noch nicht bereit waren, zusätzlich bei jeder Reise „aufs Spiel zu setzen“. Denn bedenke: alle wertvollen Dinge die du zusätzlich dabei hast, musst du auch zusätzlich im Auge behalten. Gerade als Alleinreisende(r) kann das ganz schön nervig werden. Für eine Alaska oder Finnlandreise würde ich mir aber überlegen, ob ich mir nicht ein Nikon 18-300mm zulegen sollte. Die Bildqualität des Tamrons ist insbesondere im Bereich ab ca. 40mm top und kann mit dem Nikon gut mithalten. Für Nikon-Fetischisten und Profifotografen kann das Urteil aber natürlich völlig anders ausfallen.

Tamron 18-270mm Bild-Beispiel (Kontrast bearbeitet)

Nikon D5200 mit Tamron 18-270mm Bild-Beispiel (Kontrast bearbeitet)

 

Nikon D50 mit Tamron 18-270mm B003

Nikon D50 mit Tamron 18-270mm B003 (Bild unbearbeitet)

Für Safaris bzw. Tieraufnahmen wäre das Nikon 55-300mm eigentlich meine erste Wahl gewesen. Da ich aber nicht drei Objektive rumschleppen möchte und das 18-270mm sowohl für Landschaften, Tiere, als auch Städte und Menschen geeignet ist, habe ich mich für die Kombi mit dem Tamron entschieden. Besonders lichtstark sind beide nicht, weshalb das 35mm eine gute Ergänzung ist.

Der Preis für das Tamron ist mit ca. 350 Euro absolute Spitze (gegenüber ca. 800 Euro fürs Nikon 18-300mm mit sonst ähnlichen Eigenschaften). 5 Jahre Gewährleistung gibt es bei Neukäufen auch noch oben drauf und das geringere Gewicht und das deutlich kompaktere Maß sind zusätzliche Pluspunkte. Im Detail sieht der Vergleich mit der günstigeren Alternative so aus:

Nikon AF-S DX 55-300mm Tamron 18-270mm Di II VC
Lichtstärke 1:4,5 bis 1:5,6 f3.5-6.3
Maße  ca. 76,5 x 123 mm  ca. 74.4 x 88 mm
Gewicht  ca. 530 g  ca. 450 g
Preis Neu ca. 260 Euro (Nov. 2014) Neu ca. 350 Euro (Nov. 2014)
 
Informationen
 
Informationen

Wer ein höheres Budget zur Verfügung hat und eine Nikon-SLR besitzt, sollte unbedingt auch einen Blick auf das Nikon AF-S DX NIKKOR 18-300 mm 1:3,5-5,6G ED VR Objektiv werfen. Ein Anwärter für meine nächste Erwerbung:

Nikon AF-S DX 18-300mm ED VR
Lichtstärke 1:3,5-5,6
Maße ca. 83 x 120 mm
Gewicht ca. 830 g
Preis Neu ca. 800 Euro (Nov. 2014)
Kaufen  
Informationen

Tipp: Wer Geld sparen möchte, kann bei Amazon & co. beide Objektive für jeweils etwa 50 Euro günstiger im guten gebrauchten Zustand erwerben. Aber Achtung: bei Objektiven kommt es immer darauf an, wie sorgsam mit ihnen umgegangen wurde. Um zu garantieren, dass keine Schlieren oder Sand/Staub-Einschlüsse das Bildergebnis stören, sollte eventuell der Aufpreis für ein neues Objektiv in Kauf genommen werden.

Tipp 2: Das Tamron 18-270mm gibt es auch für Nikon- und Sony-Spiegelreflexkameras.

Ein wesentlicher Nachteil – auch des neuen Tamron 18-270mm Di II VC PZD (Modell: B008NII)- ist die Lautstärke des Autofocus, der aber nur bei Videoaufnahmen stört. Die Verarbeitung ist insgesamt sehr gut, nicht aber ganz so gut wie beim Nikon. Beim Vorgängermodell (Modell: B003), welches wir auf unserer Weltreise dabei hatten, hat nach etwa 4 Monaten (bei täglichem Einsatz nach ca. 45.000 Schüssen) der Autofocus völlig versagt und der Zoom war sehr schwergängig, was aber auch mit dem größeren Maß, dem höheren Gewicht, nicht ganz sachgemäßem Transport und sich ständig wechselnden Einsatzgebieten (-30 bis +50 Grad, Schnee, Regen, Trockenheit) zutun gehabt haben könnte ;-)

Tipp 3: Man bekommt das ältere, schwerere Modell B003 – welches ebenso tolle Bilder macht – schon für 250 Euro. Wen das größere Packmaß und das höhere Gewicht nicht stört, der kann hier noch kräftig sparen.

4. Fazit

Für uns hat sich als „Haupt“-Kameraausrüstung die oben beschriebene Kombination aus einer Nikon D5200-Spiegelreflexkamera sowie einem Nikon Nikkor 35mm-Festbrennweite-Objektiv für Reportagen-Fotografie (v.a. Essen, Stadt, Leute) und dem Allrounder Reiseobjektiv Tamron 18-270mm Modell: B008 wirklich bewährt. Insgesamt kommt man hier ohne Tasche, SD-Karten, Ersatzakku und sonstigen Kram neu aber auf ca. 1100 Euro. Wer mit wenig Budget trotzdem tolle Fotos schießen möchte, besorgt sich eine gebrauchte Nikon D50 (meist mit 18-55mm Objektiv im Set) für 150 Euro und ein gebrauchtes Tamron 18-270mm Modell B003 für 250 Euro (zusammen max. 400 Euro). Großes Manko hierbei aber: Fotografieren ist nur im JPEG-Format möglich.

Teilen macht Freude!Tweet about this on TwitterShare on Google+Pin on PinterestShare on Facebook

1 Kommentare

  1. Pingback: Fotoausrüstung auf Weltreise - was soll nur mit?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.